Gewaltfreie Kommunikation

Worte können Fenster sein – oder Mauern  

M. Rosenberg

Wie entstand die Gewaltfreie Kommunikation?

Entwickelt wurde die gewaltfreie Kommunikation in den 1960ziger Jahren von dem amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg. Aufgewachsen in den Jahren der Rassenkriege, beschäftigte er sich mit Fragen wie Gewalt entsteht und was es Menschen ermöglicht, weiterhin mit offenem mitfühlenden Herzen zu leben. Als Mediator brachte er die GFK in über 65 verschiedene Lände der Erde, u. a. in Krisengebiete wie Israel und Palästina und gründete 1984 das Center of Nonviolent Communication (CNVC) als internationale Organisation.

Was ist Gewaltfreie Kommunikation?

In der GFK geht es darum, eine einfühlsame Verbindung zu uns selbst und anderen aufzubauen. Wesentlich ist dabei die innere Haltung, bei der die Bedürfnisse aller im Mittelpunkt stehen. Das drückt sich dadurch aus, dass wir versuchen wegzukommen von unserer gewohnheitsmässigen Sprache, bei der wir oftmals den anderen verurteilen bzw. schauen, wer Recht hat oder wer schuld ist. Lasse ich in Auseinandersetzungen die Vorwürfe und Bewertungen weg und spreche stattdessen von dem, was in mir lebendig ist, steigen die Chancen rapide, dass der andere mir zuhören kann und meine Anliegen sich erfüllen.

Marshall Rosenberg hat die GFK auch Giraffensprache oder Sprache des Herzens genannt. Die Giraffe hat er als Symbol gewählt, weil sie das Landtier mit dem größten Herzen ist und ihr langer Hals ihr einen guten Überblick ermöglicht.

Methodisch arbeiten wir in der GFK in 4 Schritten, die wir als Handwerkszeug benutzen, um uns so auszudrücken, dass unser Gegenüber auch bei schwierigen Themen mit uns in Kontakt bleibt.

Das 4 Schritte-Modell: -Beobachtung – Gefühl – Bedürfnis – Bitte